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Alte Schulfotos von Tann

Die Eberhardschule Tann war bis Juli 2014 eine Grund- und Hauptschule des Landkreises Fulda.


Seit September 2014 ist die Eberhardschule Tann eine Grundschule des Landkreises Fulda.

Die Schüler der Grundschule kommen aus Tann und den Ortsteilen, Wendershausen, Lahrbach, Brauertshof,Theobaldshof, Knottenhof, Dietgeshof, Hundsbach, Dippach, Herdathurm, Kleinfischbach, Mollartshof, Esbachsgraben, Neustädtges, Aura, Habel, Habelgraben, Neuschwambach, Unterrückersbach und Oberrückersbach.


Andacht zum Jahresabschluss und Abschlussfeier der Neuntklässler

Wie immer begann der Schulentlassungstag der Neuntklässler mit Späßchen am frühen Morgen. Zum Glück aller Schüler und Lehrer mussten in diesem Jahr keine großen Hindernisse überwunden werden, um in das Schulgebäude zu gelangen. Nach zügiger Aufräumaktion fand etwas später die Jahresabschlussandacht auf dem Schulhof statt, die die neunte Klasse gestaltet hatte. In der Rhönhalle wurden dann die Abschlusszeugnisse durch den Schulleiter Herrn Dieter Rasche überreicht, eingrahmt in Ansprachen durch Schüler, Lehrer und Elternvertretung sowie Gesangs-, Tanz- und Gedichtbeiträge. (na - 17.7.14)

'Willkomenstext' der Homepage bis Juli 2014

Die Eberhardschule Tann ist eine Grund- und Hauptschule des Landkreises Fulda.

Die Schüler der Grundschule kommen aus Tann und den Ortsteilen, Wendershausen, Lahrbach, Brauertshof,Theobaldshof, Knottenhof, Dietgeshof, Hundsbach, Dippach, Herdathurm, Kleinfischbach, Mollartshof, Esbachsgraben, Neustädtges, Aura, Habel, Habelgraben, Neuschwambach, Unterrückersbach und Oberrückersbach. In der Hauptschule kommen Schüler außerdem aus den Ortsteilen Günthers, Schlitzenhausen und Neuswarts.


Luftaufnahme Tann 2007

Luftbild Medienzentrum Fulda, Karpe, 2007

Geschichtlicher Hintergrund zur Tanner Schule

Ob es im Mittelalter schon Schulen in Tann gab, ist unbekannt. Einer der Tanner Herren hat einmal seine Untertanen als ein ungebildetes und „wüstes, unartiges Waldvolk“ bezeichnet, das der Unterrichtung bedürfe.

 

Das Bildungswesen zurzeit Eberhards von der Tann lag zunächst in den Händen der Kirche, später auch zum Teil in städtischer Verwaltung. Die Schulen dienten hauptsächlich der religiösen und sittlichen Bildung der Jugend. Eberhard von der Tann führte im Jahre 1534 in seinem Gebiet die Reformation ein. Als Freund Martin Luthers hat er sicher Luthers Mahnung, Schulen zu errichten, sehr ernst genommen. Deshalb setzte Eberhard in Tann „tüchtige, wohl qualifizierte Kirchen- und Schuldiener ein, was 1540 auch in Unterweid und Neuswarts geschah. Nun wurde hier besonders Wert auf Bildung gelegt, besonders im religiösen Bereich.

1720 wurde in Tann auch eine Mädchenschule eingerichtet. 1726 ließ die Stadt hinter dem Rathaus  ein neues Schulhaus errichten.

1806 verloren die ritterschaftlichen Gebiete durch die „Mediatisierung“ (Unterstellung unter einen Fürsten) auf Befehl Napoleons ihre Selbständigkeit, und das  Tanner Gebiet fiel an das neue Großherzogtum Würzburg. Als Unterrichts- und Erziehungsziel galt, die Kinder „zu brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft zu erziehen, also arbeitsame und geschäftige Bürger, künftige Handwerker und Bauern, Künstler und Kaufleute heranzubilden“. Unterrichtsfächer waren damals Religion, Rechnen, Schreiben und Lesen.

1808 wurde dann der Fächerkanon durch Werk- und Handarbeitsunterricht erweitert.

Mehrfach wechselte in den folgenden Jahren die Schulaufsicht, denn 1814 wurde Tann bayerisch und 1867 preußisch. Auch nach der Reichsgründung 1871 blieb die Schule Sache der Länder, also unter staatlich-preußischer Schulaufsicht. In diesem Jahr wurde auch der Turnunterricht für die Knaben eingeführt.

1887 erfolgte in Tann die Ablösung der herrschaftlichen Zuwendungen an die Schule.

1954 wurde in Tann ein neues Schulgebäude, welches die heutige Grund- und Hauptschule beherbergt, errichtet. Das heutige Rathaus, das bisher als Schulgebäude diente, konnte den veränderten Schulalltag nicht mehr bewältigen. Neben den zahlreichen Klassenräumen entstanden ein Werkraum, eine Schulküche, ein Mehrzweckraum und eine Pausenhalle. 1968 wurden die notwendigen Erweiterungsbauten an der Schule durchgeführt, weil die Schülerzahl, besonders in der Hauptschule stark angestiegen war. Hauptschüler aus benachbarten Gemeinden besuchten nun die Tanner Hauptschule. Nach der Gebietsreform 1972 vergrößerte sich die Schülerzahl noch einmal, denn viele Ortsteile um Tann kamen nun in städtische Verwaltung und deren Grundschulen wurden nun aufgelöst.

1979 konnte eine moderne neue Schulturnhalle in Betrieb genommen werden.

1980 erhielt die verbundene Grund- und Hauptschule in einer Feierstunde den Namen Eberhardschule nach Eberhard von der Tann, der in Tann eine religiös geprägte Schule eingerichtet hatte.

alte Ansicht des Tanner Stadtores (Privatfoto)
alte Schulkasse in Tann (Foto privat)
Grundstein für Neubau der Eberhardschule